Eine kurze Geschichte der Stromwende

Das Stromeinspeisegesetz (StromEinspG) aus dem Jahr 1990 ist der Vorläufer des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Erstmals wurden Elektrizitätsversorgungsunternehmen verpflichtet, elektrische Energie aus regenerativen Quellen (§1 "...ausschließlich aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Deponiegas, Klärgas oder aus Biomasse ...") abzunehmen und zu vergüten.

Mit dem Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) 2000 wurden weitere Ziele festgeschrieben, dieses Gesetz (5 Seiten!) sollte nun im Namen des Klimaschutzes

  • eine nachhaltige Entwicklung in der Energieversorgung ermöglichen,
  • die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung durch die Einbeziehung externer Kosten darstellen und langfristig reduzieren,
  • fossile Energieressourcen schonen und
  • die technologische Weiterentwicklung von Erzeugungsanlagen von Strom aus regenerativen Quellen fördern.

Dazu wurde im Gesetz festgeschrieben:

  • eine Anschluss- und Abnahmeverpflichtung der Netzbetreiber
  • degressive Vergütungssätze für den eingespeisten Strom

Die erste Novellierung von 2004 umfasste Anpassungen an die EU Richtlinie 2001/77/EG zum Elektrizitätsbinnenmarkt, sowie eine Besserstellung der Betreiber (keine Pflicht zum Abschluss von Einspeiseverträgen).

In den Novellierungen von 2009 und 2012 wurden neben einer höheren Degression der Vergütungssätze auch Regelungen zu Altanlagen und Übergangsfristen, sowie Maßnahmen zum Netzmanagement (Abregelung der Leistung) und Einführung von Marktprämien-Modellen beschlossen.

Mit der Novellierungen von 2014 wurden Ausbaupfade (Höchstgrenzen zum jährlichen Ausbau) für die einzelnen Energieträger festgelegt. Bei Überschreitung der Höchstgrenzen sinken die Vergütungen automatisch stärker (atmender Deckel). Bei Photovoltaik wird bei Anlagen über 10 kW selbst produzierter und selbst verwendeter Eigenstrom mit einer Abgabe belastet (Sonnensteuer). Zudem werden nun Förderungen für Freiflächen-Anlagen über Ausschreibungen vergeben.

Mit dem EEG 2017 wurden das Fördersystem von Einspeisevergütungen auf ein Ausschreibungssystem umgestellt, bei der die Regierung eine feste Menge an Leistung ausschreibt und anschließend die günstigsten Gebote den Zuschlag bekommen. Zudem wurde erstmals der Ausbau der erneuerbaren Energien nach oben gedeckelt.

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