Ist die Energiewende bisher nur eine Stromwende?

Die Umstellung der Stromproduktion von fossilen Energiequellen auf Erneuerbare Energien ist in der öffentlichen Wahrnehmung die bisherige Energiewende. Hierzu wurden bisher auch am meisten Gesetze und Verordnungen erlassen und die große Mehrzahl von Studien beschäftigt sich mit dem Stromsektor.

Auch diese Seiten enthalten bisher überwiegend Informationen welche die Stromproduktion betreffen, weil hierzu entsprechende Daten aufgrund gesetzlicher Anforderungen (Bau-Genehmigung von Anlagen bzw. Vergütung und damit Veröffentlichungspflicht durch das EEG) verfügbar sind.

Die Transformation des Energiesektors ist nicht nur die Umstellung von fossilen Energiequellen zu Erneuerbaren, sondern dabei auch

  • die Änderung von zentraler zu dezentraler Herstellung
  • Veränderung in der Produzent-"landschaft": von den "großen Vier" Energieversorgern zu "Bürgerenergie" durch "Energiewirte", Genossenschaften und kommunale Stadtwerke
  • Veränderung im Leitungsnetz: von dem Versorgungsnetz zum "Einspeise"netz
  • Veränderung in der Planung von Raumordnung und Planfestellungsverfahren zu Bundesplanung mit Netzentwicklungsplan (NEP) und dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (Nabeg)

also die gemeinsame Veränderung in unterschiedlichen Bereichen mit verschiedenen Entwicklungszuständen.

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Daten und Fakten zu Erneuerbaren Energien in Nordwestmecklenburg

Zieldreieck Energie [(c): Grafik: LK NWM]
Zieldreieck Energie [(c): Grafik: LK NWM]

Um die Ziele im energiepolitschen Dreieck (siehe nebenstehende Abbildung und Erläuterung) erreichen zu können, bzw. die Erfüllung der Aufgaben auf dem Weg dahin (auch als "Energiewende" in Deutschland bezeichnet) zu überprüfen, dienen Zahlen zur Verbrauch und Erzeugung von Energie, aber auch Konzepte und Ideen zur Umsetzung und Potenzialnutzung von Erneuerbaren Energien.

In der Stabsstelle werden diese Informationen die Nordwestmecklenburg betreffen gesammelt, aufbereitet, für die Nutzung in Konzepten weiterentwickelt und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

 

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Energiedaten bisher eher Stromdaten

Aufgrund der Historie der gesetzlichen Regelungen zur Produktion von elektrischer Energie existieren zumindest einige Daten zu Produktions-Anlagen ("EEG-Anlagen"), soweit diese im §§14,15  (EEG 2004/2006) bzw. §§ 45 bis 52 (EEG 2009/2012) beschrieben sind. 

Damit sollte die Meldung jeder einzelnen Anlage über den Netzbetreiber unverzüglich auf den Internetseiten veröffentlicht werden. In der Praxis werden Inbetriebnahmen eines größeren Zeitraums (Quartal) zusammengefasst.

Anlagen aus Nordwestmecklenburg sind über die Netzbetreiber beim Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH gemeldet.

Hier finden Sie:

Seit August 2014 führt die Bundesnetzagentur ein Anlageregister.

Sowohl aus Gründen des Datenschutzes (kleinere Betreiber in kleinen Orten eindeutig identifizierbar), als auch durch fehlerhafte Übertragung von Daten zum Übertragungsnetzbetreiber sind diese Daten oft nicht als Geodaten nutzbar, das heißt die Anlage ist nicht eindeutig in unseren Karten zu verorten.

Da sich die verfügbaren Daten zumeist auf Strom beziehen, sind demzufolge auch Daten zu Verbrauch und Potenzialen oft "stromlastig" ermittelt.

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Nach der Stromwende nun Wärmewende?

Dank des EEGs ist die Transformation im Strombereich schon weit fortgeschritten. Die Energiewende ist aber mehr als das Abschalten der Atomkraftwerke und "grüner Strom".

Für den Wärmesektor ist schon die Aufbereitung der Bedarfsdaten komplizierter. Während beim Strom, egal wo Sie bezahlen, der lokale Netzbetreiber statistische Daten zum Stromverbrauch im eigenen Netz zur Verfügung stehen, gibt es nichts Vergleichbares im Wärmebereich. In einigen Städten existieren zwar kleine Wärmenetze, so dass zumindest Wohnungsunternehmen Aussagen zum Verbrauch geben können, aber gerade im ländlichen Raum existieren eine Vielzahl von Heizungsarten nebeneinander. Neben Öl und Gas, also fossilen Energieträgern, werden auch Holz, Pellets verwendet oder mit Strom bzw. Wärmepumpe geheizt. Die letztgenannten Heizungsarten könnten schon auf Basis von EEG-Strom den Einsatz von fossilen Energieträgern ersetzen. Wie viel aber noch zu tun ist und wie dies mit vertretbaren Kosten geht, zur Beantwortung erster Fragen sind in einer Erweiterung des Projektes "eEnergieServices MV" Karten zum Wärmebedarf bzw. Wärmebedarfsdichte für den kompletten Landkreis erstellt worden.

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