Genehmigung von Biomasse-Feuerungsanlagen nach BImSchG

Je nach Feuerungswärmeleistung und Art des festen Brennstoffes unterliegen Feueungsanlagen dem Genehmigungsverfahren nach §4 BImSchG, bei genehmigungspflichtigen Anlagen wird darüber zudem das Verfahren bestimmt, entweder §19 einfachtes Verfahren oder §10 förmliches Verfahren. Die Einordnung finden Sie in nachfolgender Tabelle:

 

Brennstoff nicht genehmigungspflichtig 1.BImSchv vereinfachtes Verfahren §19 BimSchG förmliches Verfahren §10 BImSchG
Naturbelassenes stückiges
und nicht stückiges Holz,
Presslinge aus naturbelassenem Holz
< 1 MW 1 > 10 MW ? 50 MW
Holz, gestrichen, lackiert,
beschichtet, Sperrholz,
Spanplatten, Faserplatten
sowie deren Reste ohne
halogenorganische
Beschichtungen und Holzschutzmittel
< 1 MW, bei Nennwärme-Leistung < 50 kW Einsatz verboten, nur zulässig in Betrieben der holzbe- und -verarbeitenden Industrie 1 < 50 MW ? 50 MW
Stroh oder ähnliche pflanzliche Stoffe z. B. Schilf, Elefantengras, Heu und Maisspindeln < 0,1 MW, bei Nennwärmeleistung < 15 kW Einsatz verboten 0,1 < 1 MW ? 1 < 50 MW
Sonstige Biobrennstoffe - 0,1 < 1 MW ? 1 < 50 MW

 

Zusätzlich ergibt sich aus der Art der Brennstoffe möglicherweise eine Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Details finden Sie in der folgenden Übersicht:

  Einsatzstoff Feuerungswärme-leistung

standortbezogen

allgemein UVP-pflichtig  
Brennstoffe feste Biobrennstoffe allgemein   < 200 MW  -  -  x
    50 - 200 MW   -   x   -
  Naturbelassenes Holz   1 < 50 MW  x  -  -
   sonstige Biobrennstoffe   1 < 50 MW  -  x  -
     0,1 - 1 MW  x  -  -
  Abfälle   Holz, gestrichen, lackiert, beschichtet, Speerholz, Spanplatten, Faserplatten sowie deren Reste ohne halogenorganische Beschichtungen und Holzschutzmittel   = 50 MW  -  -  x
    1 < 50 MW  x  -  -
  kontaminiertes Holz    -  -  x

 

Der Landkreis Nordwestmecklenburg liegt im Amtsbereich des StALU Westmecklenburg mit Dienststelle in Schwerin: zur Webseite StALU WM.

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Genehmigungsfreiheit für häusliche Kleinfeuerungsanlagen

Der Scheitholzhofen, eine Hackschnitzel- oder Pelletsheizung ist eine Biomasse-Anlage. Als häusliche Kleinfeuerungsanlage unter 1 Megawatt Feuerungswärmeleistung ist diese Anlage genehmigungsfrei. Es besteht eine Anzeige- und Nachweispflicht für den Betreiber.

Durch die Verfeuerung entstehen Feinstaub-Emissionen. Nach der 1. BImSchV (Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen) müssen Anlagen eine Bescheinigung zur Typprüfung besitzen, womit nachgewiesen wird, dass die neuen Emissionsgrenzwerte für Staub, Kohlensoffmonoxid (CO) und Mindestwirkungsgrade eingehalten werden.

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externe Hinweise zur Genehmigung

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