Biogas

Durch die Vergärung von Biomasse zu Biogas und damit zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung kann ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Energieversorgung geleistet werden – vor allem dann, wenn organische Reststoffe, Abfälle oder Wirtschaftsdünger als Ausgangssubstrat verwendet werden.

Unterschieden wird technisch in Trocken- und Nassfermentation:

  • Bei der Trockenfermentation sind die Ausgangsstoffe eher stapelare Reste aus Garten- und Landschaftsbau, Landschaftspflegematerial und Mist. Die Vergärung erfolgt als Batch, das heißt, jeweils Befüllung der Fermenter mit Substrat, Vergärungprozess und Entleerung der Fermenter. Um kontinuierlich Gas zu erzeugen bedarf es deshalb mehrerer Fermenter.
  • Bei der Nassfermentation wird das Substrat flüssig (pumpfähig) gehalten, dazu werden Bestandteile bei Bedarf zerkleinert. Dem Fermenter werden regelmäßig je nach erzeugtem Gasgehalt befüllt (gefüttert), die Masse wird unter regelmäßigen Rühren von den Mikroorganismen zersetzt, so das eine kontinuierliche Gasproduktion möglich ist.

 

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Biomasse (holzige Stoffe)

Auch indem man Biomasse zum Heizen von Gebäuden verwendet, kann man einen Beitrag zum Umweltschutz leisten – vor allem wenn dadurch Wärmeerzeugung mittels Kohle oder Öl ersetzt wird.

Allerdings gilt dies nur, wenn die gesamte Verwertungskette berücksichtigt wird – beginnend mit der Nutzung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft oder von Abfällen aus der holzverarbeitenden Industrie. Im Mittelpunkt dieser Seiten stehen Anlagen mit einer Leistung von weniger als 100 kW.

In Biomassesystemen lassen sich folgende Holzarten verwenden: Scheitholz, Meterware, Holzpellets und Rinde.

Wärme selber machen?

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Biokraftstoffe

Kraftstoffe der ersten Generation

Pflanzenöle (Rapsöl) bzw. deren Weiteraufarbeitung zur Biodiesel aus Früchten, sowie Vergärung/Destillation von Pflanzenbestandteilen (Zuckerrohr) zu Bioenthanol (E85) gehören in diese Kategorie.

Kraftstoffe der zweiten Generation

Die Nutzung der ganzen Pflanze, also der gesamten zur Verfügung stehenden Biomasse erfolgt in dieser Kategorie.

Das in der Biogasanlage erzeugte Biogas ist zum überwiegendene Teil Methan, welches schon heutzutage von herkömmlichen Erdgasfahrzeugen (CNG) getankt werden kann. Das in Biogasanlagen mit Gasaufbereitung erzeugte Biogas wird gesäubert (CO2 und weitere nicht gewünschte Bestandteile ausgewassen) und als Bio-Erdgas oder Synthetic Natural Gas (SNG) bezeichnet ins Gasnetz eingespeist.

In der Erprobung sind noch die BtL (biomass to liquid)-Kraftstoffe, hier wird aus verschiedensten organischen (Abfall-)stoffen synethischer Biokraftstoff herstellt, welcher ganz normal getankt werden könnte.

Kraftstoffe der dritten Generation?

Hier tummeln sich diverse Ideen und Forschungsvorhaben, welche versuchen durch mehr Technik oder mehr Biomasse eine größere Effektivität (größere Ausbeute an Kraftstoff) zu ereichen.

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