Nach der Stromwende nun Wärmewende?

Dank des EEGs ist die Transformation im Strombereich schon weit fortgeschritten. Die Energiewende ist aber mehr als das Abschalten der Atomkraftwerke und "grüner Strom".

Für den Wärmesektor ist schon die Aufbereitung der Bedarfsdaten komplizierter. Während beim Strom, egal wo Sie bezahlen, der lokale Netzbetreiber statistische Daten zum Stromverbrauch im eigenem Netz zur Verfügung stehen, gibt es nichts Vergleichbares im Wärmebereich. In einigen Städten existieren zwar kleine Wärmenetze, so dass zumindest Wohnungsunternehmen Aussagen zum Verbrauch geben können, aber gerade im ländlichen Raum existieren eine Vielzahl von Heizungsarten nebeneinander. Neben Öl und Gas, also fossilen Energieträgern, werden auch Holz, Pellets verwendet oder mit Strom bzw, Wärmepumpe geheizt. Die letztgenannten Heizungsarten könnten schon auf Basis von EEG-Strom den Einsatz von fossilien Energieträgern ersetzen. Wie viel aber noch zu tun ist und wie dies mit vertretbaren Kosten geht, zur Beantwortung erster Fragen sind in einer Erweiterung des Projektes "eEnergieServices MV" Karten zum Wärmebedarf bzw. Wärmebedarfsdichte für den kompletten Landkreis erstellt worden.